(056) Komme

Das Foto stammt aus 1966.
| 1714 - 1742 | Eheleute Matthias Esser und Magdalena Schröder |
| 1744 - 1787 | Eheleute Egidius Esser und Susanna Vogelsberg |
| 1771 - 1822 | Eheleute Johannes Esser und Anna Maria Schmitz |
1800 - 1815 1815 - 1849 | Eheleute Egidius Esser und Anna Barbara Heep & Eheleute Egidius Esser und Anna Magdalena Vietoris |
| 1836 - 1843 | Eheleute Johannes Freuen und Anna Barbara Esser |
| 1841 - 1855 | Eheleute Matthias Kutsch und Helena Esser |
| 1855 - 1905 | Eheleute Peter Auel und Susanna Esser |
| 1877 - 1920 | Eheleute Heinrich Auel und Katharina Maus |
| 1917 - 1965 | Eheleute Karl Schneider und Agnes Auel |
| 1949 - 1967 | Eheleute Wilhelm Auel und Rosa Auel |
| 1975 - 1979 | Eheleute Winfried Grapmeyer und Dorit Schwanke |
| 1979 - 2019 | Eheleute Peter Meven und Erika Klöcker |
| seit 2022 | Eheleute Tobias und Nicole |
18. Jahrhundert
1714 – 1742 Eheleute Matthias Esser und Magdalena Schröder:
Erbaut wurde das Haus um das Jahr 1714. Zu dieser Zeit heiratete Matthias Esser aus Rohr Magdalena Schröder, T.v. Johannes Schröder und Maria N.N., aus dem Hause „Schrüedisch (065)“. Beim Herrengeding am 04.06.1714 wird Matthias Esser als „Eingezogener und Ungehuldigter“ bezeichnet. Er hatte noch nicht das Treuegelöbnis und den Gehorsamseid gegenüber seinem Herrn dem Grafen abgelegt. Auf diesem Gerichtstag zeigt der Sendschöffe Johannes Kutsch an, dass Matthias Esser die Tochter von Maria Schröder, mit Namen Magdalena, beschlafen und sie dann geheiratet hat. Bei dem Kind handelt es sich um den Sohn Stefan, der am 03.06.1714 getauft wurde. Sowohl der Vater als auch die Mutter erhielten jeweils 2 Goldgulden als Strafe aufgebrummt. Matthias Esser verstarb 1726, seine Ehefrau im Jahre 1742.
1744 – 1787 Eheleute Egidius Esser und Susanna Vogelsberg:
Danach übernahm der Sohn Egidius Esser das Anwesen. Er heiratete 1744 Susanna Vogelsberg, T.v. Thomas Vogelsberg und Maria Thommes, aus dem Hause „Tommes (064)“. Wie stand es nun eigentlich um die Landwirtschaft in der Eifel? Während Matthias Esser eine Kuh und ein Rind besaß, konnte sein Sohn Egidius zwei Kühe sein Eigen nennen. Natürlich waren die damaligen Rassen nicht mit den heutigen Rinderrassen zu vergleichen. Heute legt man Wert auf Milch- oder Fleischertrag. Damals musste eine Kuh als Fleisch- sowie als Milchlieferant herhalten. Zusätzlich verrichteten die Kühe Arbeiten auf Feld und Wiese. 1753 besaßen die Eheleute Esser die besagten zwei Kühe, rund 70 Jahre später, nach Napoleons Kapitulation, fiel die Eifel an Preußen. Der Anblick, der sich den preußischen Beamten bot, muss grausam gewesen sein. Sie trafen auf eine verkrüppelte Landviehrasse, wie sie wohl nirgendwo im Königreich Preußen anzutreffen sei. So berichtet Johann Nepomuk von Schwerz, der die Eifel 1816/17 im Auftrag der preußischen Regierung bereiste: „Pferde- und Rindviehzucht ist unbedeutend. Eine magere Kuh wiegt 150 bis 200 Pfund, ein Ochse bis 300 Pfund. … Leider aber, dass die Weide an vielen Orten so kärglich ausfällt, dass die Kühe und Rinder nicht selten darauf zusammenfallen, und auf einer Leiter, wie auf einem Trauergerüste ausgestreckt, nach Hause getragen werden müssen!“ Zurück zum Anwesen „Komme“: Egidius Esser verstarb 1787, seine Ehefrau bereits 1780.
1771 – 1822 Eheleute Johannes Esser und Anna Maria Schmitz:
Hiernach ging das Haus „Komme“ in den Besitz des ältesten Sohnes Johannes Esser über. Er hatte 1771 Anna Maria Schmitz, T.v. Heinrich Schmitz und Maria Gilles, aus Freilingen geheiratet. Johannes Esser verstarb 1798, seine Ehefrau Anna Maria verstarb 1822.
19. Jahrhundert
1800 – 1815 Eheleute Egidius Esser und Anna Barbara Heep &
1815 – 1849 Eheleute Egidius Esser und Anna Magdalena Vietoris:
Der älteste Sohn Egidius Esser übernahm nach dem Tode seiner Mutter das Anwesen. Er heiratete zwei Mal. Im Jahre 1800 heiratete er Anna Barbara Heep, T.v. Christian Heep und Anna Maria Goerres, vom Simmelerhof bei Baasem. Nach dem Tode seiner Frau im Jahre 1813 heiratete er zwei Jahre später Anna Magdalena Vietoris, T.v. Johannes Josef Vietoris und Anna Barbara Mertens aus Alendorf. Egidius Esser verstarb 1835, seine zweite Ehefrau Anna Magdalena im Jahre 1849.
1836 – 1843 Eheleute Johannes Freuen und Anna Barbara Esser:
Ab 1836 lebte die Tochter Anna Barbara mit ihrem Ehegatten Johannes Freuen aus Feusdorf, S.v. Valentin Freuen und Margaretha Hüvel, im Hause „Komme“.
1843 verzieht die Familie nach Feusdorf.
1841 – 1855 Eheleute Matthias Kutsch und Helena Esser:
Nun wird das Anwesen von der Schwester Helena Esser übernommen. Sie hatte 1841 den Schmied Matthias Kutsch, S.v. Johannes Kutsch und Anna Schneider, aus dem Hause „Schäwisch-Mies Önneschdörf (028)“ geheiratet. Am 13.06.1855 verkauften die Eheleute das Anwesen an die Schwester Susanna Auel geb. Esser, bzw. an den Schwager Peter Auel. Die Eheleute Kutsch verzogen nach Dahlem.
1855 – 1905 Eheleute Peter Auel und Susanna Esser:
Von 1845 – 1855 lebten die Eheleute Peter Auel und Susanna Esser im Hause „Jennesjes (004)“. Nachdem ein Onkel dort wohnen blieb, kauften sie das Haus „Komme“ und zogen dorthin. Peter Auel verstarb 1876, seine Ehefrau Susanne verstarb 1905.
1877 – 1920 Eheleute Heinrich Auel und Katharina Maus:
Nach dem Tode von Peter Auel im Jahre 1876 wird das Anwesen seinem Sohn Heinrich Auel übertragen. Er heiratete ein Jahr später Katharina Maus, T.v. Anton Maus und Maria Katharina Meyer, aus Alendorf. Peter Auel verschied 1920, seine Ehefrau war bereits im Kindbett im Jahre 1895 verstorben.
20. Jahrhundert - heute
1917 – 1965 Eheleute Karl Schneider und Agnes Auel:
Im Jahre 1921 fällt das Anwesen an die Tochter Agnes Auel. Sie hatte 1917 Karl Schneider, S.v. Caspar Schneider und Anna Maria Hoffmann, aus Feusdorf geheiratet. Die Ehe blieb kinderlos und man nahm einen Neffen aus dem Hause „Lisse (033)“ mit Namen Wilhelm Auel in Obhut. Agnes verstarb 1948, ihr Ehegatte Karl schied 1965 dahin.
1949 – 1967 Eheleute Wilhelm Auel und Rosa Auel:
Um 1967 verzog Wilhelm Auel mit seiner Ehefrau Rosa Auel und den drei Söhnen nach Blankenheim. Die Eheleute hatten Ende der 1940er Jahre geheiratet. Wilhelm war der leibliche Sohn der Eheleute Nikolaus Auel und Elisabeth Mies aus dem Hause „Lisse (033)“. Rosa war die Tochter der Eheleute Jakob Bernhard Auel und Anna Barbara Brang aus dem Anwesen „Lenter (055)“. Ab 1967 war das Anwesen „Komme“ längere Zeit unbewohnt oder war vermietet.
1975 – 1979 Eheleute Winfried Grapmeyer und Dorit Schwanke:
1975 verkauften die Eheleute Auel das Anwesen. Neue Besitzer wurden Winfried Grapmeyer und Dorit Schwanke.
1979 – 2019 Eheleute Peter Meven und Erika Klöcker:
Seit 1979 besaßen die Eheleute Peter und Erika Meven aus Düsseldorf das Haus „Komme“. Peter Meven, gebürtig aus Köln, begann sein Studium der Bildhauerei als Theaterbildhauer an der Oper in Köln. Er nahm Gesangsunterricht und vervollständigte seine Ausbildung an der Musikhochschule Köln. Kammersänger Peter Meven verstarb 2003, seine Ehegattin Erika verschied 2019.
seit 2022 Eheleute Tobias und Nicole:
Die Erben verkauften das Anwesen im Jahre 2022 an Tobias und Nicole.






