(066) Schull
| 1903 - 1940 | Eheleute Heinrich Trappen und Anna Maria Dederichs |
| 1944 - 1989 | Eheleute Heinrich Goeser und Helena Trappen |
| 1989 - 2016 | Eheleute Günther Franke und Ingrid Leithaus |
| seit 1996 | Christian Rosell |
18. und 19. Jahrhundert
Das Hausb wurde 1746 als erstes Schulgebäude in Waldorf errichtet. Laut Kopialbuch der Pfarrgemeinde auf Seite 111: „Anno 1746 ist ein Schollhaus an dieser Capellenmauer von den Einwohnern zu Waldorf gebaut worden. Die Baukosten haben Ludovicus Thünnessen und Agnes Meysen überreicht von Cölln.“ Ludovici Thunnessen war wahrscheinlich der Sohn von Gottfried Thunnessen und Katharina Frings und stammte aus Friesdorf. Er war von Beruf Notar und legte die Prüfung zum Notar im Jahre 1705 ab. Im Jahre 1738 war er noch als Notar tätig. Seine Ehefrau Agnes Meysen war gebürtig aus dem Hause „Altfuss (069)“ und die Tochter von Johannes Meysen und Anna Thommes. Lt. Herrengeding vom 19.05.1707 war sie mit ihrem Bruder Wilhelm nach Köln verzogen. Schon seit dem Jahre 1688 versuchte die Gemeinde Waldorf die Eigenständigkeit im Schulwesen zu erreichen. Der Besuch der Winterschule in Alendorf war zu beschwerlich, da es am Schuhwerk sowie an angemessener Kleidung für die Schüler fehlte. 1741 weigerten sich 22 Haushaltsvorstände, das Schulgeld zu zahlen. So kam es Dank der Hilfe des Ehepaares Thunnessen zum Bau des Schulhauses. Das Gebäude wurde bis zum Jahre 1880 als Schule genutzt und dann durch den Neubau „Bürjerhus (046)“ abgelöst. Am 23.11.1885 findet ein öffentlicher Verkauf statt, bei dem der Ackerer Johannes Josef Trappen das Anwesen erwirbt. Vorher wurde im Gemeinderat mit 3 gegen 2 Stimmen der Antrag abgelehnt, aus dem alten Schulhaus ein Spritzenhaus zu bauen. Die Renovierung des Gebäudes wäre wohl zu teuer geworden.
Johannes Josef Trappen aus dem Hause „Thies (067)“ erwarb das Gebäude und zog dort für eine kurze Zeit ein, um sein eigenes Anwesen „Thies (067)“ in dieser Zeit zu renovieren.
20. Jahrhundert - heute
1903 – 1940 Eheleute Heinrich Trappen und Anna Maria Dederichs:
1908 überschrieb Johannes Josef Trappen das Anwesen „Schull“ an seinen Sohn Heinrich Trappen. Er hatte 1903 Anna Maria Dederichs geheiratet. Sie stammte aus Dahlem und war die Tochter von Peter Josef Dederichs und Maria Josepha Peetz. 1923 erhielten die Eheleute das Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite zugesprochen und errichteten dort Stall sowie Scheune. Heinrich Trappen verstarb 1936, seine Ehefrau vier Jahre später.
1944 – 1989 Eheleute Heinrich Goeser und Helena Trappen:
Im Jahre 1944 heiratete die Tochter Helena den aus Nonnenbach stammenden Heinrich Goeser. Heinrich Goeser verstarb 1977, seine Ehefrau starb 1992 in Gerolstein.
1989 – 2016 Eheleute Günther Franke und Ingrid Leithaus:
1989 wurde das Haus an die Eheleute Günther Franke und Ingrid Leithaus verkauft. Das Anwesen wurde bis Sommer 1995 als Wochenendhaus genutzt. Die Eheleute waren bis zu diesem Zeitpunkt wohnhaft in Erftstadt/Blessem. Danach wurde es zum Hauptwohnsitz der Eheleute und des Enkels Christian Rosell. Günther Franke verstarb 2007, seine Ehefrau verstarb 2016.
seit 1996 Christian Rosell:
Seit dem Jahre 1996 ist der Enkel Christian Rosell Besitzer des Anwesens „Schull“.






