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"200 Euro statt Weihnachtsgrüße"

01. 03. 2021

Statt Weihnachtsgrüße zu versenden, geht die Gemeinde Blankenheim schon seit einigen Jahren andere Wege. Sie stellt für die eingesparten Porto- und Personalkosten einen Betrag in Höhe von 200 Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung.

Auch im vergangenen Dezember wurden alle Bürgerinnen und Bürger und die Vereine in der Gemeinde Blankenheim aufgerufen, einen gemeinnützigen Zweck zu benennen, für den der Scheck in Höhe von 200 Euro ausgestellt werden soll. Das Los entscheidet, für welchen gemeinnützigen Zweck innerhalb der Gemeinde Blankenheim der Betrag bereitgestellt wird.

Das Los fiel erfreulicherweise auf den Bürgerverein Waldorf e.V., der von dem Betrag für alle Waldorfer Haushalte sogenannte Notfalldosen erworben hat. Die Notfalldose wird kostenlos an die Haushalte abgegeben.

 

Eine kleine Dose kann Leben retten...

Die Notfalldose, eine unspektakuläre kleine Plastikdose – im Ernstfall kann sie jedoch Leben retten. Aber kaum jemand kennt sie.

Jemand in der Familie erleidet einen Notfall. Der Rettungsdienst kommt, Fragen werden gestellt zu Vorerkrankungen oder Medikamenten. In der Aufregung wissen die Angehörigen oft nicht mehr welche Medikamente die Mutter, der Ehepartner oder das Kind nimmt, welche Allergien er oder sie hat, wie das mit dem Blutdruck ist. Wichtige Infos können den Rettungsdiensten gar nicht gegeben werden. Wenn der zu behandelnde Patient auch noch alleine ist, wird die Situation für die Helfer noch schwieriger. Für die Retter vergeht mit der mühsamen Suche nach Informationen wertvolle Zeit.

Mit der Notfalldose finden Retter jedoch zuverlässig alle wichtige Daten zu einer hilfsbedürftigen Person. Zu ihr gehören zwei kleine grüne Aufkleber mit einem weißen „i“. Einer davon wird gut sichtbar an der Haustür platziert. Dann wissen Sanitäter schon beim Eintreffen: Hier gibt es die rettende Dose. Diese soll in der Kühlschranktür stehen – aus einem ganz einfachen Grund. In der Regel findet man in der Wohnung die Küche problemlos. Der Kühlschrank ist schnell gefunden und in ihm die Notfalldose. Bestenfalls ist der noch mit dem zweiten Aufkleber gekennzeichnet.

Mit jeder Notfalldose wird ein Informationsblatt ausgeliefert, das ausgefüllt werden muss.

Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck werden auf dem Infoblatt vermerkt, ebenso die Blutgruppe und der aktuelle Medikamentenplan. Wichtig ist zum Beispiel die Information, ob der Patient Blutverdünner nimmt. Ebenso auf dem Infoblatt stehen die Kontaktdaten des behandelnden Hausarztes und welches Krankenhaus man bevorzugt.

Für jede im Haushalt lebende Person sollte ein eigenes Notfall-Infoblatt ausgefüllt werden. Es können mehrere Notfall-Infoblätter in einer Dose aufbewahrt werden. Am besten mit einem Foto der jeweiligen Person auf dem zugehörigen Infoblatt.

Die Notfalldose eignet sich für alle. Aber besonders ältere Menschen und Alleinstehende könnten von ihr profitieren.

Sie ist nicht auf Strom, Akku oder Batterie angewiesen. Sie »funktioniert« immer. Das ist auch ein Vorteil gegenüber einschlägigen Smartphone-Apps. Ist dort der Akku leer, gibt es im Notfall auch keine Informationen.

 

Restbestände der Notfalldose sind gegen eine geringe Spende beim Bürgerverein Waldorf erhältlich.

 

Bild zur Meldung: "200 Euro statt Weihnachtsgrüße"

 
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