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(006) Krütz

006

 

 

Übersicht
um 1629

Anna Creutz

am 03.04.1668

Bernhard Creutz

nach 1666

Eheleute Anton Creutz und Katharina N.N.

1700 - 1746

Eheleute Johannes Creutz und Margaretha N.N.

1742 - 1786

Eheleute Josef Meyer Petronella Creutz

1783 - 1816

Eheleute Johannes Josef Meyer und Maria Esser

1805 - 1851

Eheleute Matthias Pfeil und Anna Maria Meyer

1852 - 1891

Eheleute Heinrich Pfeil und Anna Katharina Schmitz

 

 

17. Jahrhundert

um 1629 Anna Creutz:

Der Name Creutz taucht zum ersten Mal im Jahre 1629 auf. Hier ist der traurige Anlass der Hexenprozess, der vom 27.10. - 31.10. gegen Anna Creutz geführt wurde. Sie gesteht als erstes, dass der Pfarrer Peter Hillebrandt aus Esch in einer goldenen Kutsche mit vier schwarzen Pferden zum Hexentanz erschienen sei. Weiterhin habe ein stattlicher Mann mit goldenen Schnüren „uff den Buxen“ in der Kutsche gesessen. Außerdem bezichtigt sie Pfarrer Matthias Hennes aus Wiesbaum, am Hexentanz teilgenommen zu haben. Als Zweites gesteht sie, eine schwarze Zaubermasse aus dem Leichnam eines ungetauften Kindes hergestellt zu haben. Drittens behauptet sie, das Hl. Sakrament besudelt zu haben und die Hostie daraufhin mit einer Feuerzange gebraten zu haben. Diese Punkte reichten aus, um sie zum Tode durch den Scheiterhaufen zu verurteilen.

 

um 1668 Bernhard Creutz:

Am 03.04.1668 wird im Kirchenarchiv ein Bernhard Creutz als Haushaltsvorstand genannt.

 

nach 1666 Eheleute Anton Creutz und Katharina N.N.:

Anton Creutz heiratet um 1666 eine Katharina N.N.. Erstmalig tauchen die Eheleute bei der Taufe ihres Sohnes Johannes im Jahre 1668 auf. Am 11.11.1693 wird Anton Creutz im Statusbuch der Pfarrei genannt. Die Eheleute verstarben vermutlich um die Jahrhundertwende.

 

 

18. Jahrhundert:

1700 – 1746 Eheleute Johannes Creutz und Margaretha N.N.:

Deren Sohn Johannes Creutz heiratet um 1695 eine Margaretha N.N.. Die Braut stammte aus der Herrschaft Wildenburg. 1700 leistet Johannes Creutz auf dem Herrengeding den Huldigungseid und ist damit dem Grafen zu Blankenheim verpflichtet. 1705 wird er zum Feldschütz ernannt.

 

1742 – 1786 Eheleute Josef Meyer und Petronella Creutz:

1742, sechs Jahre nach dem Tod der Mutter und vier Jahre vor dem Ableben des Vaters, heiratet die Tochter Petronella Creutz den aus Stadtkyll stammenden Josef Meyer, S.v. Peter Meyer und Barbara N.N..

 

1783 – 1816 Eheleute Johannes Josef Meyer und Maria Esser:

Das jüngste Kind aus dieser Verbindung, Johannes Josef Meyer, heiratet 1783, kurz nach dem Tode seines Vaters, Maria Esser aus dem Hause „Komme (056)“, T.v. Egidius Esser und Susanna Vogelsberg.

 

 

19. Jahrhundert:

1805 – 1851 Eheleute Matthias Pfeil und Anna Maria Meyer:

Die älteste Tochter Anna Maria Meyer heiratet 1805 den aus Esch stammenden Matthias Pfeil, S.v. Egidius Pfeil und Anna Katharina Bach.

 

1852 – 1891 Eheleute Heinrich Pfeil und Anna Katharina Schmitz:

Der wohl älteste noch lebende Sohn und das sechste von elf Kindern aus dieser Verbindung, Heinrich Pfeil, ehelichte 1852 Anna Katharina Schmitz aus Mirbach, T.v. Johannes Schmitz und Anna Trauten. Heinrich Pfeil bekam das Anwesen bereits am 08.09.1846 zugesprochen. Nach fünfzehn Jahren Ehe verstarb Heinrich Pfeil. Zwei Söhne wurden in dieser Zeit geboren. Der jüngere Matthias starb 1867 einige Monate vor seinem Vater. Der ältere Sohn Franz galt 1884 als verschollen. Wie der damalige „Dorffunk“ verlauten ließ, hatte sich Franz Pfeil aufgrund von Schulden aus dem Staub gemacht, wahrscheinlich in Richtung Amerika. Genaueres war leider nicht zu ermitteln. Ebenfalls 1884 verkaufte seine Mutter, die Witwe Anna Katharina Pfeil geb. Schmitz, das Anwesen auf der Parzellennr. 396 an Arnold Üdelhofen aus dem Hause „Wellems (007)“. Nach ihrem Tode im Jahr 1891 war das Anwesen wohl nicht mehr bewohnt. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts riss Arnold Üdelhofen das Wohnhaus ab und errichtete an gleicher Stelle eine Scheune. Interessant ist der Putz, mit dem die einzelnen Gefache des Fachwerks verputzt wurden. Hierbei wurde Lavasand beigemischt, der zu dieser Zeit in der Gemarkung „de Steenkule“ (an der heutigen Grillhütte) abgebaut wurde. Leider fehlen hierzu betreffend noch jegliche Informationen.