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(031) Jasse

031

Das Foto stammt aus 1955.

 

Bei Abbrucharbeiten im Jahre 1964 wurden zwischen zwei aufeinander gemauerten Backofen eine Takenplatte gefunden. Die Darstellung der Gussplatte zeigt Kaiser Maximilian, der der Großfürstin von Aremberg die Fürstenbulle überreicht. Diese gusseiserne Platte wurde 1576 in der Muldenhütte in Kronenburg gegossen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Platte erst später ins Haus „Jasse“ gekommen ist, doch ist dies wohl eher unwahrscheinlich.

 

Übersicht
um 1633Johanna Gassen
um 1651Johannes Gassen
vor 1675Susanna Gassen
1694 - 1720Eheleute Peter Gassen und Katharina N.N.
1717 - 1755Eheleute Egidius Schröder und Magdalena Gassen
1754 - 1794Eheleute Johannes Schröder und Christina Brochen
1784 - 1829Eheleute Peter Schröder und Anna Maria Vogelsberg

1795 - 1844

1808 - 1810

1815 - 1851

Maria Christina Schröder

Eheleute Johannes Becker und Maria Magdalena Schröder
Eheleute Johannes Hermes und Maria Magdalena Becker geb. Schröder

1848 - 1855Eheleute Peter Hermes und Veronika Mies
1855Eheleute Johannes Kirch und Maria Ursula Dahmen
1855 - 1888Eheleute Johannes Josef Freuen und Anna Maria Baltes
1878 - 1925Eheleute Matthias Schneider und Maria Elisabeth Freuen
1920 - 1964Eheleute Johannes Heinrich Schneider und Katharina Mies
seit 1959Eheleute Wolfgang Strmoljan und Helene Schneider
seit 1992Eheleute Horst und Britta Strmoljan

 

 

17. Jahrhundert

um 1633 Johanna Gassen:
Bereits am 23.03.1633 erfährt das Haus „Jasse“ seine uns bekannte, erstmalige Erwähnung. Dies ist der Todestag der Johanna Gassen. Sie wurde an diesem Datum in Stadtkyll als Hexe hingerichtet. Weitere Umstände hierzu sind mir nicht bekannt.


um 1651 Johannes Gassen und vor 1674 Susanna Gassen:
Die nächsten uns bekannten Bewohner des Anwesens sind Johannes Gassen im Jahre 1651, als Taufpate aufgelistet, sowie Susanna Gassen, die im Anniversarienverzeichnis am 21.01.1674 als verstorben geführt wird. Ob es sich hierbei um Eheleute bzw. Geschwister handelt konnte noch nicht ermittelt werden.


1694 – 1720 Eheleute Peter Gassen und Katharina N.N.:
Um das Jahr 1695 wohnten im Hause „Jasse“ ein Peter Gassen mit seiner Ehefrau Katharina geb. N.N.. Am Anfang des Jahrhunderts bekleidet Peter Gassen das Amt des Feldschützen.

 

 

18. Jahrhundert

1717 – 1755 Eheleute Egidius Schröder und Magdalena Gassen:
Ihre Tochter Magdalena Gassen heiratete 1717 Egidius Schröder, S.v. Johannes Schröder und Maria N.N., aus dem Hause „Schrüedisch (065)“. Egidius Schröder verstarb 1743, seine Ehefrau 1755.


1754 – 1794 Eheleute Johannes Schröder und Christina Brochen:
Der Sohn Johannes Schröder heiratete 1754 Christina Brochen aus Gönnersdorf. Johannes Schröder, der 1785 die Berufsbezeichnung „Zimmermann“ führt, verstarb 1793, seine Ehefrau ein Jahr später.


1784 – 1829 Eheleute Peter Schröder und Anna Maria Vogelsberg:
Der älteste Sohn Peter Schröder heiratete 1784 Anna Maria Vogelsberg, T.v. Thomas Vogelsberg und Magdalena Wolff, aus dem Hause „Arente (023)“. Peter Schröder verstarb 1799, seine Ehefrau im Jahre 1829.

 

 

19. Jahrhundert

1795 – 1844 Maria Christina Schröder &
1808 – 1810 Eheleute Johannes Becker und Maria Magdalena Schröder &
1815 – 1851 Eheleute Johannes Hermes und Maria Magdalena Becker geb. Schröder:
Im folgenden bewohnten zwei Schwestern das Anwesen. Zum Einen Maria Christina Schröder, sie war 1795 geboren und verstarb 1844. Sie hatte 1822 einen unehelichen Sohn geboren, der 1846 verstarb. Zum Zweiten Maria Magdalena Schröder, sie war zehn Jahre älter als ihre Schwester und heiratete zwei Mal. 
Der erste Ehemann war Johannes Becker, S.v. Michael Becker und Eva Angelsen aus Birresborn. Sie heirateten 1808. Das einzige Kind aus der Ehe verstarb im Alter von einem halben Jahr im Jahre 1809. Sein Vater verstarb ein Jahr später. Maria Magdalena Schröder verwitwete Becker heiratete 1815 Johannes Hermes, S.v. Everhard Hermes und Anna Katharina Ratz, aus Dahlem. Der Schreiner Johannes Hermes verstarb 1842, seine Ehefrau im Jahre 1851.


1848 – 1855 Eheleute Peter Hermes und Veronika Mies:
1849 hatte die Witwe Hermes das Anwesen ihrem Sohn Peter Hermes überschrieben. Dieser hatte ein Jahr zuvor Veronika Mies, T.v. Peter Mies und Veronika Knie, wohnhaft in Ahrmühle, geheiratet. Die Eheleute Peter Hermes und Veronika geb. Mies verkauften das Anwesen für 1100 Taler am 26.01.1855 an die Eheleute Johannes Kirch und Maria Ursula Kirch geb. Dahmen aus Harperscheid und wanderten noch im gleichen Jahr in die USA aus. Peter Hermes verstarb 1865 in Jefferson Twp., Dubuque im US Staat Iowa. Seine Ehefrau verstarb 1909 in Browerville, Todd County im US Staat Minnesota.


1855 Eheleute Johannes Kirch und Maria Ursula Dahmen:
Schon ein halbes Jahr später, am 18.07.1855, verkauften die Eheleute Kirch das Anwesen an die Witwe Anna Maria Freuen geb. Schäfer aus dem Hause „Waans (024)“. Die Eheleute Kirch verzogen aus Waldorf und starben in Mülheim. Doch auch die Witwe Schäfer behielt das Anwesen nur ein knappes halbes Jahr, sie hat das Haus „Jasse“ auch nicht bewohnt. Sie verkaufte es Ende 1855 an ihren Neffen Johannes Josef Freuen.


1855 – 1888 Eheleute Johannes Josef Freuen und Anna Maria Baltes:
Johannes Josef Freuen, S.v. Anton Freuen und Maria Katharina May, aus Feusdorf hatte 1855 in Esch Anna Maria Baltes, T.v. Jakob Baltes und Maria Margaretha Hoffmann, gebürtig aus Stadtkyll, geheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Johannes Josef Freuen verstarb 1888, seine Ehefrau war acht Jahre zuvor verschieden.


1878 – 1925 Eheleute Matthias Schneider und Maria Elisabeth Freuen:
Bereits 1878 überschrieb das kinderlose Ehepaar das Haus „Jasse“ an Matthias Schneider. Matthias Schneider, S.v. Johannes Heinrich Schneider und Helena Ehlen, stammte aus dem Nachbarschaft, dem Hause „Helliesch (042)“. Er hatte 1878 Maria Elisabeth Freuen geehelicht. Maria Elisabeth Freuen war eine Cousine vom Vorbesitzer Johannes Josef Freuen. Sie war die Tochter von Matthias Freuen und Barbara Metzen aus dem Hause „Freue Lisa (070)“. 1925 verstarb Matthias Schneider, seine Ehefrau war bereits 1910 verschieden.

 

 

20. Jahrhundert - heute

1920 – 1964 Eheleute Johannes Heinrich Schneider und Katharina Mies:
1920 überschrieb Matthias Schneider das Anwesen an seinen Sohn Johannes Heinrich Schneider, der ein Jahr zuvor die aus Ahrmühle stammende Katharina Mies geheiratet hatte. Johannes Heinrich Schneider verstarb 1952, seine Ehefrau Katharina verschied 1964.


seit 1959 Eheleute Wolfgang Strmoljan und Helene Schneider:
1959 ehelichte die Tochter Helene Schneider den aus Oberhausen/Ruhrgebiet gebürtigen Wolfgang Strmoljan. Wolfgang Strmoljan war in Glaadt aufgewachsen. Im Jahre 1969 wurden Stall und Scheune umgebaut, auf der Karte als „Jasse (31b)“ gekennzeichnet. Bis 1980 befand sich darin ein Lebensmittelgeschäft.


seit 1992 Eheleute Horst und Britta Strmoljan:
Nachdem das Geschäft geschlossen war, wurde „Jasse (31b)“ nochmals umfangreich renoviert, so dass der Sohn Horst Strmoljan mit seiner Ehefrau Britta in das jetzige Wohngebäude im Jahre 1992 einziehen konnte.