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(045) Leuther

045

Das Foto stammt aus ca. 1938 - 1940.

 

Übersicht
1797 - 1805Eheleute Franz Mies und Anna Margaretha Stein
um 1827Eheleute Peter Bach und Maria Magdalena Heinen
1838 - 1858Eheleute Egidius Mies und Anna Katharina Vogelsberg
1873 - 1916Eheleute Franz Mies und Gertrud Mies
1912 - 1965Eheleute Heinrich Leuther und Anna Klara Mies
seit 1955Eheleute Hubert Hansen und Agatha Leuther

 

 

19. Jahrhundert

1797 – 1805 Eheleute Franz Mies und Anna Margaretha Stein:
Wahrscheinlich wurde das Haus um 1797 erbaut von den Eheleuten Franz Mies, S.v. Arnold Mies und Anna Margaretha Leonardi aus Ahrmühle, und Anna Margaretha Stein, T.v. Peter Stein und Agnes Vietoris, aus dem Hause „Schrüedisch (065)“. Franz Mies verstarb bereits 1805 und hinterließ eine Ehefrau und fünf Kinder. Wie lange die Witwe dort noch wohnte ist unbekannt. Vermutlich ist sie bald nach dem Tod des Ehegatten auf den Leuteratherhof gezogen. Im Jahre 1823 wohnte sie auf dem Leuteratherhof und verstarb dort im Jahre 1836. Maria Franziska Mies, eine Tochter, hatte 1831 den gräflichen Oberförster Daniel Christian Mosebach geheiratet, der sowohl im sogenannten Kaiserhaus, nähe Schmidtheim, als auch auf dem Leutheratherhof wohnte. Daniel Christian Mosebach war Sohn eines evangelischen Pfarrers, was die Eheschließung in der damaligen erzkatholischen Eifel nicht einfacher gemacht haben dürfte. Außerdem war er der Bruder von Philipp Ludwig Ernst Mosebach, der am 17.12.1799 in Koblenz durch die Guillotine hingerichtet worden war. Ihm wurde als Räuber und Mörder ein Ende bereitet. Außerdem hatte er Johannes Bückler, besser bekannt als der „Schinderhannes“, unter seinen Räubergesellen gehabt und ihm das Rauben und Morden beigebracht.


um 1827 Eheleute Peter Bach und Maria Magdalena Heinen:
1827 war das Haus an die Eheleute Peter Bach und Magdalena Heinen vermietet, Peter Bach war bereits 1820 verstorben. Wie lange die Eheleute Bach zur Miete wohnten ist unbekannt. Wahrscheinlich liegt der Zeitraum zwischen 1806 bis 1836. Dies lässt sich allerdings nicht belegen. Lediglich im Jahre 1827 ist gesichert, dass es damals möglich war, in einem kleinen Dorf zur Miete zu wohnen.


1838 – 1858 Eheleute Egidius Mies und Anna Katharina Vogelsberg:
Im Jahre 1837 heiratete der älteste Sohn Egidius Mies die aus dem Hause „Schrüedisch (065)“ stammende Anna Katharina Vogelsberg, T.v. Johannes Vogelsberg und Anna Gertrud Stein. Sie zogen vermutlich um das Jahr 1838 vom Leuteratherhof in das Haus „Leuther“. Bereits 1848 verstarb Egidius Mies. Zehn Jahre später erwarb die Witwe das Haus „Arente (023)“, in dem sie mit ihren Kindern fortan lebte. Sie starb dort 1878.
Ob und von wem das Anwesen im Zeitraum von 1858 bis 1873 bewohnt wurde ist unklar. Wahrscheinlicher ist, dass nach 1858 die Gebäude abgerissen wurden.


1873 – 1916 Eheleute Franz Mies und Gertrud Mies:
Nach ihrem Tod blieb der älteste Sohn Johannes Mies im Hause „Arente (023)“. Sein jüngerer Bruder Franz Mies hatte bereits 1873 geheiratet. Seine Ehefrau Gertrud Mies, T.v. Peter Mies und Anna Katharina Eltges, stammte aus Alendorf. Die Eheleute bekamen 1878 das Grundstück des Hauses „Leuther“ zugesprochen und erbauten ein neues Haus. 1898 erhält Franz Mies von der Gemeinde die Genehmigung, Stall und Scheune in Verlängerung seines Wohnhauses zu bauen. 1904 erhält Franz Mies die Genehmigung zu einem Wohnhausneubau. Franz und Gertrud Mies verstarben beide im Jahr 1916.

 

 

20. Jahrhundert - heute

1912 – 1965 Eheleute Heinrich Leuther und Anna Klara Mies:
Die Tochter Anna Klara ehelichte 1912 Heinrich Leuther, S.v. Hilarius Leuther und Eva Müller, aus Feusdorf. Sie bekamen das Anwesen 1917 zugesprochen. Zwischen 1925 und 1927 wurde das alte Haus zum Stall und Scheune umgebaut und ein neues Wohnhaus in Verlängerung des Alten errichtet.


seit 1955 Eheleute Hubert Hansen und Agatha Leuther:
1959 wurde das Anwesen den Eheleuten Hubert Hansen, S.v. Arnold Hansen und Gertrud Mathei, aus dem Hause „Meiesch (035)“ und Agatha Leuther zugesprochen. Agatha Leuther war die jüngste Tochter der Eheleute Leuther/Mies. Hubert Hansen verstarb 2003, seine Ehefrau Agatha verschied 2021. Seit dem Tod der Eheleute wird das Anwesen von Sohn Manfred alleine bewohnt.